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1997

MEISTER 2. LIGA SÜD 1996/1997

1996/97 - Kukmirn schaffte den Durchmarsch

Mit dem Aufstieg in die Landesliga feierte Kukmirn den bislang größten Erfolg in der 35jährigen Vereinsgeschichte. Innerhalb von nur vier Jahren wurde der Südklub zweimal Meister und marschierte von der 1. Klasse bis in Burgenlands höchste Spielklasse durch. Als Draufgabe zu dieser großartigen Serie holte man heure noch den BFV-Cupsieg in der Gruppe Süd B.  

Die Kukmirner waren in dieser Saison das Maß aller Dinge in der 2. Liga Süd. Mit 19 Siegen feierte man die meisten Erfolge, kassierte mit nur fünf Niederlagen die wenigsten. 62 Volltreffer bedeuten gemeinsam mit Vizemeister Jabing ebenfalls Platz eins, die 25 Gegentore in 30 Runden wurden von keinem anderen Team auch nur annähernd erreicht.

Auch wenn Obmann Reinhold Scholz von einem "starken Kollektiv" spricht, stachen in jeder Formation einige Spieler besonders hervor. Im Tor gab Routinier Franz Salber großen Rückhalt, in der Abwehr ließen Mario Mayer, Tamas Reichard, die sich auf dem Liberoposten abwechselten, sowie die Manndecker Robert Antoni und Gerwald Becha nichts "anbrennen". Im Angriff waren Manfred Ernst und Wolfgang Fiedler immens gefährlich, das Prunkstück bildete die Mittelfeldachse. Als Denker und Lenker fungierten Legionär Laszlo Gazdig und Kurt Krautsack, als Laufmaschinen kurbelten Kapitän Wolfgang Sommer und Michel Fiedler. Mit Norbert Krautsack kam auch der beste Schütze (17 Tore) aus dieser Linie.

Der "Vater" dieser Erfolgsserie blieb meist fast unbemerkt im Hintergrund: Trainer Siegbert Brunner, früher ein Topstürmer der Rudersdorfer. Er stand die letzten vier Jahre auf der sportlichen Kommandobrücke. Zum Leidwesen der Vereinsführung steht er aber in der Landesliga nicht mehr zur Verfügung. "Ich brauche nach vier aufregenden Jahren eine Pause", begründet er seinen Abgang, "zudem würde ich einen Großteil der Vorbereitungszeit nicht zur Verfügung stehen."

Sein Nachfolger steht bereits fest. Der SV Kukmirn wird in der Landesliga vom Neuberger Erwin Kovacs betreut. Er führte zuletzt Güttenbach zum Vizemeistertitel in der 1. Klasse Süd B. Kovacs kennt auch die höchste Spielklasse bestens. Er betreute 1994/95 vom Herbst bis Mitte der Frühjahressaison Neuberg, wo er durch Karl Philipp ersetzt wurde. Auf seinen Ex-Klub trifft er nicht, da Neuberg in der Ostliga spielt. "Der Ligaerhalt müßte zu schaffen sein, aber dafür muß der Kader unbedingt verstärkt werden", gibt sich Kovacs optimistisch.

"Wir gehen ganz sicherlich kein finanzielles Risiko ein", stellt Obmann Scholz klar. Primäres Ziel war die Verpflichtung eines Torhüters, da Salber seine Laufbahn beendete. Und dieses Kapitel konnte bereits erfolgreich abgehakt werden. Von Zweitligist Stegersbach wurde Heinz Daum verpflichtet. Mit einigen Spielern laufen noch Verhandlungen, der Wunschzettel des neuen Trainers soll so gut es geht erfüllt werden.   Um einen Mann für die Offensive wird sich Sponsor Hans Piuk in Ungarn umsehen. Dieser Spieler soll dem Verein keine Kosten verursachen. Das Ziel für die Saison 1997/98 ist ganz klar definiert. "Wir peilen den Klassenerhalt an", gibt der Obmann den Weg vor, "alle anderen Spekulationen wären vermessen."


Der Neuling Kukmirn mischt mit

Kukmirner sind in dieser Form nicht zu unterschätzen

ASKÖ Hirm - SV Kukirn 1:1  (0:1)   Tore: Garai (51.); Gazdig (35.) - Gelb-Rote Karte: Konir (62.) - Hirm, 500, Pertl. - U 23: 4:1.

Wer den Süd-Aufsteiger als williges Schlachtopfer betrachtet hatte, der wurde gleich in der 1. Runde eines Besseren belehrt. Kukmirn spielte frisch drauflos und fuhr völlig verdient mit einem Punkt im Gepäck nach Hause. Die vielen mitgereisten Südburgenländer hatten wirklich allen Grund zum Jubel. Hirm enttäuschte dagegen, wirkte über weite Strecke zu behäbit und war mit dem einen Punkt noch sehr gut bedient.

Trainer Erwin Kovacs hatte seine Truppe sehr gut eingestellt. Kukmirn versteckte sich nicht und ging in der 35. Minute in Führung. Der Ungar Gazdig erzielte ein herrliches Tor aus der Drehung. Zur Pause mußten die Gäste Standardgoalie Salber (Verletzung am Daumen) ersetzen. Hirm bekam die Partie besser in den Griff. In der 51. Minute schaffte Garai nach einer Flanke von Breyer den Ausgleich. Nach der Gelb-Roten Karte für Konir mußte Hirm um den Punkt bangen. In der 75. Minute rettete Libero Wiesinger auf der Linie.


Die Show der Torleute

SV Kukmirn - ASKÖ Kohfidisch 2:1  (1:0)   Tore: Wofgang Fiedler (23.), Kurt Krautsack (86. Foulelfer); Koman (53. Foulelfer). - Kukmirn, 500, Benkö - U 23: abgesagt

Im Südderby feierte Aufsteiger Kukmirn seinen ersten Saisonerfolg und hat damit wieder Selbstvertrauen getankt. Nach anfänglichem Abtasten gingen die Hausherren in der 23. Minute praktisch aus dem Nichts in Führung. Wolfgang Fiedler nahm einen Abpraller direkt, traf den Ball aber nicht voll, so kollerte das Leder recht harmlos Richtung Gästetor. Keeper Szaloky wollte allerdings in diesem Jahr noch einmal Ostern feiern und legte ein richtiges Ei. Damit war die Show der Torleute allerdings noch lange nicht zu Ende. Acht Minuten nach Wiederanpfiff beging Kukmirn-Goalie Fata ein elferreifes Foul, Routinier Koman stellte den Gleichstand her. 

Im Finish rechnete man allgemein schon mit einer Punkteteilung, als Szaloky noch einmal in den Mittelpunkt rückte. In der 86. Minute brachte er Kukmirn-Regisseur Kurt Krautsack im Strafraum zu Fall, wieder deutete Schiri Benkö auf dem Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selbst an und fixierte den knappen Erfolg.


Kukmirn bombte sich weg vom Tabellenende

SV Kukmirn - UFC Purbach  5:0  (2:0)   Tore: Gazdig (3., 79.), Ernst (44.), Wolfgang Fiedler (77.), Kurt Krautsack (84. Elfer). - Rote Karte: Tremmel (84.). - Kukmirn, 200, Molnar. - U 23: 7:2.

Ein Blitzstart brachte das Tabellenschlußlicht gegen den unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf auf die Siegerstraße. Bereits in der 3. Minute verwertete Legionär Laszlo Gazdig ein Zuspiel von Norbert Krautsack. Die Heimischen blieben am Drücker, mußten aber fast bis zum Pausenpfiff warten, bis das erlösende 2:0 fiel. Die Gäste aus Purbach entpuppten sich als harmlos und fielen im Finish vollkommen auseinander. Die Kukmirner ließen sich diese Chance nicht entgehen und feierten einen ausgiebigen Kantersieg. 

Zuerst traf der eingewechselte Wolfgang Fiedler, dann wiederum Gazdig. Im Finish rastete Gästegoalie Erich Tremmel aus und foulte Sommer ohne Ball im Strafraum - rote Karte und Elfmeter waren die Folge. Kurt Krautsack ließ sich diese Chance auf den fünften Treffer nicht entgehen. Kukmirn machte damit in der Tabelle einen Sprung nach vor. * Anmerkung: von Platz 16 auf Platz 10!


Diese Konter waren wirklich perfekt

ASV Zurndorf - SV Kukmirn 2:5  (1:2)   Tore: Haiszan (42., 70.); Ernst (22.), Becha (29.), Wolfgang Fiedler (54.), Gazdig (62.), Krautsack (66.). - Zurndorf, 400, Fleschberger (Stmk). - U 23: 2:1.

Ein ganz wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Zurndorf hatte die Möglichkeit, mit einem Sieg bis auf einen Zähler an die Südburgenländer heranzukommen, Kukmirn wiederum brauchte ebenfalls unbedingt einen Sieg, um nicht doch noch in den Abstiegsstrudel zu geraten. 

Beinahe hätte die Partie mit einem Knalleffekt begonnen, aber eben nur beinahe. Gleich nach dem Anpfiff paßte Pethö scharf zur Mitte, doch Günter Neumann ließ diese Chance aus kurzer Distanz ungenützt. Wie man es macht, demonstrierte die Kovacs-Truppe noch in der ersten halben Stunde. Immer wieder starteten die Gäste blitzschnelle Konter, Manfred Ernst und Gerwald Becha schlossen zwei davon erfolgreich ab.  Drei Minuten vor dem Abpfiff schaffte Haiszan den Anschlußtreffer, die Zurndorfer durften also wieder hoffen. Aber die Zurndorfer-Herrlichkeit hatte bald ein Ende, denn die Kukmirner spielten nach dem Wechsel die heimische Abwehr beinahe schwindlig. Nur 21 Minuten benötigten sie, um Goalie Raithofer weitere drei Treffer in den Kasten zu setzen. Damit war die Entscheidung natürlich gefallen. 

 

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