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1994 - 1996

Saison: 1994/95

Kukmirn war Extraklasse! - Bericht zum Herbstmeistertitel

Eine Galavorstellung lieferte der SV Kukmirn in diesem Herbstdurchgang der 1. Klasse B Süd. Lediglich ein Zähler wurde abgegeben, beim 1:1 am 26. Oktober im Heimspiel gegen St. Martin. Zudem erzielte man mit Abstand die meisten (50) und kassierte die wenigstens Tore (11). Dieser Umstand schlägt sich natürlich auch in der Schützenliste nieder, wo mit Manfred Ernst und Kurt Krautsack zwei Mann des Winterkönigs in Front liegen. Der riesige Vorsprung von sieben Punkten (*Anm: es galt noch die 2 Punkte Regel) müßte eigentlich für den Titelgewinn reichen.  

Schon im Vorjahr "klopften" die Kukmirner sehr heftig an die Tür der 2. Liga Süd, als man den Herbstdurchgang ebenfalls ungeschlagen auf Platz eins abschloß. Damals betrug der Vorsprung auf die Konkurrenz vier Zähler. Doch ein eklatanter Einbruch in der Frühjahrssaison warf die Brunner-Truppe noch auf den 4. Platz zurück. "So etwas passiert uns bestimmt kein zweitesmal", tönte es aus dem Lager der Kukmirner. 

Die Vereinsverantwortlichen reagierten in der Übertrittszeit prompt. Kurt Krautsack wurde aus Strem "heimgeholt", zudem vom selben Klub im "Doppelpack" die beiden erfahrenen Abwehrspieler Gerwald Becha und Robert Antoni verpflichtet. In der Folge leistete Trainer Siegbert Brunner hervorragende Arbeit und formte eine Mannschaft, die wahrscheinlich schon in dieser Saison für höhere Aufgaben reif gewesen wäre. Attraktiver Fußball und viele Tore - die Zuschauer kamen auf ihre Rechnung.

Aber die Tür zur nächsthöheren Leistungsstufe steht nun ja angelweit offen. Sieben Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolger St. Martin und Tobaj/Hasendorf/Punitz sind wahrlich ein sehr ansehnliches Ruhekissen. "Und diesmal lassen wir uns den Meistertitel sicherlich nicht nehmen", verschwendet Obmann Reinhold Scholz auch keinen Gedanken an ein neuerliches Scheitern in der Rückrunde.

Trotzdem wartet ein schweres Frühjahresprogramm auf Krautsack & Co. Die wahrscheinlich härtesten Titelkonkurrenten St. Martin, Tobaj und Kirchfidisch müssen nämlich auswärts bekämpft werden. Aber ist das für die Kukmirner eigentlich ein Problem? Im Herbstdurchgang wurden doch alle Spiele in der Fremde gewonnen. Die erste  Bewährungsprobe gibt es beim Frühjahrsstart in Deutsch Kaltenbrunn. Sicherlich keine leichte Aufgabe, denn die Kaltenbrunner haben sich von einem katastrophalen Start durch einen Trainerwechsel sehr gut erholt und in den letzten vier Herbstspielen nicht verloren.


Meister der 1. Klasse B Süd der Saison 1994/95

Aus der Reihe "Unsere Meister"  der Kronen Zeitung

SV Kukmirn war als Meister der 1. Klasse B Süd nach dem Herbstdurchgang schon vorprogrammiert. Nur einen Punkt hatte man abgegeben, sieben Zähler betrug der Vorsprung. Trotz einiger Ausrutscher wurde es eine klare Angelegenheit, der Vorsprung auf die Verfolger wuchs schließlich auf elf Punkte an. 

Neben dem Riesenvorsprung sorge der neue Meister für weitere Superlative. Die Tordifferenz von 82:23 konnte von keiner anderen Mannschaft auch nur annähernd erreicht werden. Mit Manfred "Foxl" Ernst, der Vollblutstürmer brachte es auf 34 Saisontreffer, stellte man auch den Torschützenkönig der Klasse. Einziger Wermutstropfen: Im Frühjahr waren die Kukmirner hinter St. Michael "nur" die Nummer zwei. Trotzdem verabschiedete sich der Titelträger standesgemäß aus der Liga und schoß in der letzten Runde Schlußlicht Dobersdorf mit 10:1 vom Platz.

"Die gute Trainerarbeit sowie eine sehr kompakte Mannschaftsleistung", waren für Obmann Reinhold Scholz die Gründe für den souveränen Titelgewinn. Ein Großteil der Mannschaft konnte auch gehalten werden. Fix weg ist nur Andreas Schandor, kehrt zu seinem Stammklub Rudersdorf zurück, mit Horst Peischl und Mario Mayer müssen noch "Details" geklärt werden. Ein Legionär aus Ungarn soll noch geholt werden, Rohrbrunn Ersatzgoalie Gerhard Kracher und der Jennersdorfer "Max" Striny komplettieren den Kader.

Damit scheint klar: Kukmirn wird in der 2. Liga kein Schlachtopfer abgeben. "Unter den ersten fünf mitspielen", lautet das selbstbewußte Saisonziel. Die Auslosung aber meinte es mit dem Aufsteiger nicht gut. In den ersten zwei Runden warten die ehemaligen Landesligaklubs Güssing und Jennersdorf. "Danach wissen wir gleich, wo wir stehen", macht sich Scholz wegen der Auslosung keine Gedanken.

*Anmerkung am Rande: Die oben genannten Spieler wurden nicht geholt - stattdessen bekamen wir die beiden ungarischen Legionäre Gazdig Laszlo und Balogh Ferenc hinzu. Vor allem Gazdig erwies sich als wahrer Glücksgriff.


1995/96

SV Kukmirn - SV Güssing  2:1  (1:1)   Tore: L. Gazdig, H. Peischl; R. Hazivar. - Kukmirn 550, Berlakovich I. - U 21: 1:3.

550 Zuschauer pilgerten zum Süd-Derby am Freitag und sahen ein kampfbetontes Spiel. Mit dem Ehrgeiz des Aufsteigers ging Kukmirn als verdienter Sieger vom Platz. Legionär Laszlo Gazdig war die Drehscheibe der Sieger. Güssing verlor Willi Kroboth durch gelb/rot (47.) und betreibt weiter die Verjüngung der Mannschaft.

Kukmirn spielte mit: Fata; Becha, K. Krautsack, Antoni; N. Krautsack, Mattes, Sommer, Gazdig, Fiedler (64. Tancos); Peischl, Ernst.


1995/96

SV Eltendorf - SV Kukmirn 0:0      - Eltendorf, Benkö, 350. - U 21: 2:5.

Im Derby ist Kukmirn von Beginn an tonangebend, vergibt aber in den ersten zwanzig Minuten durch K. und N. Krautsack sowie Gazdig drei hochkarätige Chancen. Im Abschluß will es derzeit bei der Brunner-Truppe nicht klappen. Eltendorf versuchte es nach der Pause mit der Einigelungstaktik und erreicht mit dem Remis einen Teilerfolg. FIFA-Referent Benkö benötigte im Derby keine einzige Karte.

Endplatz: 4. mit 50 Punkten - Meister wurde Neuberg mit 70 Punkten.


1996/97

Superstart. Der SV Kukmirn startete vielversprechend in die neue Fußballsaison. Das Team von Trainer Sigi Brunner führte die Ex-Landesligavereine Jennersdorf, Schlaining und Eltendorf auswärts regelrecht vor, holte 9 Punkte und präsentierte sich in Top-Form.

Die Brüder Kurt und Norbert Krautsack zeigten sich in Schlaining in prächtiger Spiellaune und sorgten für einen klaren 3:1 Sieg. Mit dieser kollektiven Mannschaftsleistung ist Kukmirn ein heißer Meisterschaftsfavorit in der 2. Liga Süd.


1996/97

Herbstmeister 1996 - 2. Liga Süd 

Mit dem 0:0 gegen Eberau sicherte sich der SV Kukmirn im letzten Herbstspiel den Halbzeit-Meistertitel in der 2. Liga Süd, der den größten Erfolg der Vereinsgeschichte darstellt. Für Trainer Mag. Siegbert Brunner und seinem Team ist diese Herbstmeisterschaft überdurchschnittlich gelaufen, obwohl er kein Spiel mit der optimalen Formation bestreiten konnte, wurden mehr Punkte erreicht, als erwartet. Kukmirn hatte viele Ausfälle zu beklagen und speziell in der Endphase der Meisterschaft mußten ständig drei bis vier Spieler vorgegeben werden. 

Im Frühjahr wird mit einer geringfügig veränderten Mannschaft zu rechnen sein. Trainer Sigi Brunner möchte einige einheimische Spieler in die Mannschaft einbinden. Auf die Titelfrage angesprochen, meinte der erfolgreiche Trainer: "Ich will immer das nächste Spiel gewinnen und Prognosen über mehr als ein halbes Jahr wage ich nicht abzugeben, es muß aber das Bestreben jedes Trainers und Funktionärs sein, in eine höhere Spielklasse aufzusteigen."

Die Fußballbegeisterung in Kukmirn - zu Derbys kamen bis zu 600 Zuschauer - und die gezielte Aufbauarbeit von Trainer Sigi Brunner lassein einen heißen Titelkampf in der 2. Liga Süd erwarten, zumal die Mannschaft in spielerischer Hinsicht noch steigerungsfähig ist. 

 

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